Pranger (48.724976, 15.087573)

Pranger

Denkmalschutz

 
 

Im unteren Bereich des Marktplatzes vor der Volksschule steht der etwa 5 Meter hohe Pranger der alten Herrschaft von Kirchberg aus Schremser Granit.


Auf einem dreieckigen, dreistufigen Sockel steht ein im Querschnitt ebenfalls dreieckiger, sich nach oben verjüngender Granitpfeiler. Im Sockel unterhalb ist eine Kartusche eingraviert das Errichtungsjahr 1714. Hand- und Halseisen sowie eine Steinkugel (Bagstein) sind noch im Original vorhanden. An der Spitze steht die aus Sandstein gefertigte Figur der Justitia.

Der Pranger wurde auf Anordnung des Herrschaftsbesitzers Johann Leopold Graf von Kuefstein 1714 errichtet und war das Sinnbild für die Ausübung der Niederen Gerichtsbarkeit. Er war bis Kaiser Josef II. der Vollzugsort für die Bestrafung kleinerer Schandtaten. Verurteilte mussten eine bestimmte Zeit am Pranger stehen und konnten von den Zuschauern verspottet werden. Der Bagstein wurde dann dem Verurteilten umgehängt und dieser musste damit eine bestimmte Strecke gehen.

Der Pranger, zugleich auch Marktsäule als Zeichen des Marktrechts, wurde 2016 durch den Restaurator Jan Sebastian Bunia aus Krems restauriert.

Pranger
Pranger
Pranger
Pranger
Pranger
Pranger

Pranger

Das Denkmal wird in der Zeit zwischen 1925 und 1932 als Aquarell festgehalten.

Mischtechnik, 156 x 124 mm. Bezeichnet: Pranger in Kirchberg am Walde.

Mehr dazu unter „Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat“.



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