Kreuz der Zwettler Bürgerschaft (48.606656, 15.163169)

Kreuz der Zwettler Bürgerschaft

 
 

Am Beginn des Hammerweges beim Stadtsaal steht ein schmiedeeisernes Kreuz auf einem breiten Granitsockel.


Am Kreuz befinden sich zwischen Stamm und Querbalken reichgeschwungene Verzierungen. Im unteren Teil gibt es eine Tafel, flankiert von zwei Blechfiguren, die Maria und Johannes darstellen. Auf der Tafel steht folgender Text: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden! Zwettler Bürgerschaft 1939“.

Die Zwettler Bürgerschaft existiert urkundlich bereits seit dem Jahre 1251. Zumindest in zwei Urkunden (1251 und 1261) wird die Zwettler Bürgerschaft genannt. Und als am 28. Februar 1283 Leutold I. von Kuenring-Dürnstein einen Zehentstreit um den Ratschenhof zwischen dem Pfarrer von Zwettl und dem Kloster schlichtet, scheinen als Zeugen dieses Aktes neben Geistlichen und Adeligen nicht nur drei Zwettler Bürger auf, vielmehr bestätigt gleichsam die gesamte Bürgergemeinde (uniuersitas cuium nostrorum in Zwetel) zusammen mit dem Stadtherren das Rechtsgeschäft. Denn neben dem Siegel des Kuenringers trägt das Dokument auch jenes der Bürgerschaft. Es handelt sich dabei um das älteste Zwettler Stadtsiegel.

Detail
Bemerkenswert ist die Inschrift mit der Datierung 1939. Der Text der Inschrift enthält die Weihnachtsbotschaft, wobei überhaupt kein inhaltlicher Zusammenhang zur Kreuzigungsszene mit dem Inhalt der Auferstehung besteht, es sind zwei gänzlich verschiedene Bedeutungen. Anhand einer Fotografie von Lina Lux, die um 1930 entstanden ist, lässt sich auf der Tafel eindeutig die Jahreszahl 1930 erkennen. Die Datierung mit 1939 dürfte ein Fehler des Restaurators sein.

Kreuz der Zwettler Bürgerschaft

Das Denkmal wird in der Zeit zwischen 1925 und 1932 als Aquarell festgehalten.

Aquarell, 155 x 125 mm.

Mehr dazu unter „Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat“.



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● Pyramidenweg 53


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