Steinkreuz (48.682983, 16.287153)

Steinkreuz

 
 

Nördlich von Stronsdorf in der Riede Marienhof – Beim Gericht – steht dieses Hochkreuz am Straßenrand, das bei der Bevölkerung auch Weißes Kreuz heißt.


Auf einem schön geschwungenen und oben und unten profilierten Sockelblock, dessen Seitenlinien unten in Voluten auslaufen, steht ein Mittelteil, der eine Verkleinerung des Sockelblockes darstellt. Auf diesem ruht das Hochkreuz, dessen Balken in Kleeblattform enden. Das gesamte Kreuz ist aus Granit gearbeitet.

Der plastische Korpus aus Sandstein wurde nach einer Beschädigung 1993 vom Restaurator Kvitek ergänzt.

Die Vorderseite des Sockelblockes ist in Flachrelieftechnik gearbeitet und zeigt neben einfachem Blattwerk das IHS-Monogramm mit einem Kreuz auf dem Buchstaben H. Darunter ist die Jahreszahl 1819 eingraviert.

Der Stifter des Kreuzes muss eine Beziehung zum nördlichen Waldviertel gehabt haben, da die Verbreitung dieser Hochkreuze auf die Bezirke Gmünd, Horn, Zwettl und Waidhofen an der Thaya beschränkt ist. Dieses Denkmal stellt somit ein Unikum in der Bildstocklandschaft dar.

Steinkreuz
Steinkreuz


Steinkreuz
Steinkreuz


Nach der Erzählung älterer Dorfbewohner soll dieses Kreuz um die Mitte des 20. Jahrhunderts von einem Traktor umgestoßen und beschädigt worden sein. Der gebrochene Kreuzstamm wurde durch ein Eisenkorsett gefestigt, das bei der letzten Renovierung im Sommer 1993 durch den Restaurator Kvitek wieder entfernt wurde. Das originale Korpus, dessen Arme und Beine abgebrochen waren, wurde ergänzt. Das Denkmal wurde durch die Fa. Thornton gereinigt, der beschädigte Korpus restauriert (durch Mithilfe der Gemeinde Gesamtkosten 650 €) und am 9.8.2013 mit der Hydrophobierung durch Lambert Eisenhut abgeschlossen.



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Hochkreuze aus Stein – eine charakteristische Form des religiösen Denkmals im nördlichen Waldviertel.

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