Heiliger Johannes von Nepomuk (48.701195, 14.896021)

Heiliger Johannes von Nepomuk

Denkmalschutz

 
 

Nahe dem Oberen Stadttor von Weitra steht die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk.


Umgeben von einer Steinbalustrade steht die barocke Sandsteinfigur auf einem quadratischen Sockel, der über zwei Stufen erreichbar ist.

Im Jahre 1724 lässt Frobenius Ferdinand Fürst zu Fürstenberg vom Bildhauer Wilhelm Stillen eine Nepomukstatue anfertigen und bei der alten Brückenanlage vor dem Oberen Stadttor aufstellen. Der Heilige wird mehrmals versetzt und renoviert.

Am Sockel befinden sich drei Steintafeln. Die ältere in lateinischer Schrift ist nur mehr zum Teil lesbar. Der Text der zweiten Tafel lautet: „RENOVIRT IM JAHRE 1887 DURCH LANDGRAF EDUARD ZU FÜRSTENBERG UND LANDGRÄFIN KAROLINE ZU FÜRSTENBERG“. Auf der neusten Steintafel kann man folgenden Text lesen: „RENOVIERT UND NEU VERSETZT DURCH DIE STADTGEMEINDE WEITRA IM JAHRE 1973“.

Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk

Heiliger Johannes von Nepomuk
Heiliger Johannes von Nepomuk

21. August 2025 – Stadtgemeinde Weitra

Wir bedanken uns bei Herrn Prof. Dr. Wolfgang Katzenschlager für sein Engagement sowie Stadtpfarrer Pater Mag. Markus Feyertag und Johannes Prinz zu Fürstenberg für ihre Unterstützung. Danke an Restaurator Günther Mittendorfer für seine hervorragende Arbeit!

Die Weitraer Statue des Heiligen war auf Grund eines Gelübdes von Frobenius Ferdinand Fürst zu Fürstenberg in Auftrag gegeben worden und wurde im Jahre 1724 vor dem Oberen Tor aufgestellt. Nähere Auskunft darüber gibt uns die Inschrift am Sockel:
Dem heiligen Märtyrer Johann von Nepomuk, der sich recht oft als Schutzherr aller, die durch üble Nachrede in Gefahr sind, und besonders als sein einzigartiger Schutzherr gezeigt hat, errichtete als Denkmal seiner dankbaren Gesinnung und zur Erinnerung um weitere Fürbitte in Erfüllung eines Gelübdes im zweiten Jahr nach der Erklärung seines Martyriums Frobenius Ferdinand Fürst zu Fürstenberg, Herr in Weitra (, diese Statue).

Die in dieser Inschrift erwähnte Erklärung des Martyriums des Johann von Nepomuk bezieht sich offenbar auf die Bestätigung des Kultes durch Rom im Jahre 1721. Im folgenden Jahr 1722 (altero anno – im zweiten Jahr) hat Fürst Frobenius Ferdinand ein Gelübde bezüglich der Errichtung einer Statue getan und die Arbeiten in Auftrag gegeben. Die Zeilen 10 und 11 der Inschrift bieten ein sogenanntes Chronogramm, d.h. alle Buchstaben dieser Zeilen, die als römische Ziffern (I, V, X, L, C, D, M) verwendet werden, sind durch Großschreibung und rote Farbe hervorgehoben. Zusammengezählt ergeben sie die Zahl 1724, die Zahl des Jahres der Errichtung der Statue.

Nach ihrer Renovierung im Jahre 1887 musste die Statue 1928 dem Neubau des Sparkassengebäudes weichen, um 1973 neuerlich, hoffentlich auf ihren endgültigen Standort, zu übersiedeln.



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