Bildstock (48.490546, 14.956236)

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Im Garten des Hauses Arbesbach Nr.121 steht auf einem Felsen ein steinerner Bildstock, der bei der Bevölkerung auch als Pestkreuz bekannt ist.


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Die Säule aus Granit hat einen etwas größeren dreistufigen Sockel, auf der die in zwei Teile zerbrochene Säule steht. Die Säule hat langgezogene flache Nischen. Auf der Säule ruht ein Tabernakel mit Kragenplatte, Aufsatz und abgeschnittenen pyramidenförmigen Helm. Darauf liegt eine zusammengedrückte Steinkugel. Gekrönt wird der Bildstock mit einem Kardinalskreuz. Der quaderförmige Aufsatz hat drei flache rundbogenförmige Nischen mit eingemeißelten Figuren des Gekreuzigten, der Heiligen Maria und der Heiligen Magdalena. Die eingemeißelte Jahreszahl 1695 ist nicht mehr gut erkennbar.

Der Bildstock wird im Jahre 1695 von Pfarrer Ignaz Kos(s)mann (1689-1695 Pfarrer in Arbesbach) errichtet und steht ursprünglich an der alten Meloner Straße, gegenüber dem Hause von HL Dirlinger.

Das Haus Nr.121 gehörte bis 1999 dem Gemeindearzt Dr. Lugmayr. Während dieser Zeit wird der Bildstock im Zuge von Straßenverlegungen an den jetzigen Standort verlegt.

Der Bildstock ist bereits in der josephinischen Landaufnahme eingezeichnet.


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Frieda Mauritz – WALDVIERTLER G’SCHICHTEN (1982)

Man kann annehmen, dass bei der ersten Pestwelle (ungefähr 1650), weil das Gebiet sehr dünn bevölkert war, auch nicht allzu viele daran starben.

Doch die zweite Epidemie um 1680 muss furchtbar gewesen sein. Es ist anzunehmen, dass die vielen Toten auf dem Friedhofe, der sich damals noch um die Kirche befand, keinen Platz fanden und sie daher in einem Massengrab beigesetzt wurden. Höchstwahrscheinlich befand sich das südlich von Arbesbach, rechts neben dem Wege, der als Abkürzung zum Meloner Fahrweg führte, auf dem Pfarrgrund, gegenüber den heutigen Standort (Attenedergründen).


Danke an Maria Metka und Josef Weichselbaum für die gute Zusammenarbeit.

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