Steinkreuz (48.681368, 15.141566)

Jubiläumskreuz

 
 

Bei der Ortszufahrt nach Bösenneunzen an der Straße nach Kirchberg am Walde steht das Jubiläumskreuz.


Das Hochkreuz steht auf einem mächtigen konkav geschweiften Sockel mit rechteckiger Basis zwischen gekehlten Gesimsen aus Granit. Am unteren Beginn des Hochkreuzes wiederholt sich verkleinert und dem Kreuz angepasst die Form des Sockels. Anschließend sehen wir das Relief der Hl. Jungfrau Maria, über ihr Jesus ans Kreuz geschlagen. Das Kreuz ist mit einem rundgeformten Blechdach abgedeckt.
Im Sockel können wir folgenden Text lesen: „Dem Dreieinigen Gotte zur Ehre und zum Lobe der schmerzhaften Gottesmutter errichtet seitens der Bewohner von Bösenneunzehn als Huldigung anläßlich des 60.jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers FRANZ JOSEF I. – 1908“
(Hier ist Bösenneunzehn mit „h“ geschrieben.)

Im Jahre 1981 wurde das Kreuz saniert und 1998 ein weiteres Mal renoviert.

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Aus der Pfarrchronik Großglobnitz (Pfa Großglobnitz, Pfarrchronik, fol. 1v.)

Dieses Kreuz hatte der Steinmetzmeister Karl Hellepart aus Zlabings in Mähren um 600 Kronen (inklusive Transport und Aufstellung) hergestellt. Es wurde am 5.Juli 1908 von Pfarrer Johann Weber (Großglobnitz) geweiht. An dieser Feier nahm fast die gesamte Pfarrgemeinde (Gemeindepräsentanz, Feuerwehr etc.) teil. Pfarrer Weber hielt nach der Weihe eine patriotische Ansprache, die Herr Reuberger aus Bösenneunzen, der sich neben dem Ortsbesorger Schwarz um die Errichtung des Kreuzes nächst der Laimbacher Straße verdient gemacht hatte, erwiderte. Hierauf wurde in Bösenneunzen ein munteres Volksfest mit Tanz gefeiert.


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Hochkreuze aus Stein – eine charakteristische Form des religiösen Denkmals im nördlichen Waldviertel.

2 Comments

  1. Manfred Schuh

    Ich bin Ortsvorsteher in Bösenneunzen. Bei mir liegt ein „Gedenkbuch“ aus dem Jahre 1904 auf, in dem u. a. auch ein detailierter Bericht über die Errichtung des Jubiläumskreuzes berichtet wird – sehr interessant!!

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