Bildstock (48.869097, 15.610615)

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Südlich von der Badstraße steht hoch oben auf den Felsen, die steil zur Thaya abfallen, ein Bildstock, das sogenannte Hoffmannsmarterl.


Auf einem aus Bruchsteinen gemauerten massiven Sockel setzt mit einem Fußteil in Würfelform der im Querschnitt quadratische Pfeiler an. Der gemauerte Schaft springt stark zurück, die Kanten sind im unteren Teil abgefast. Es ist kein Schulterstück erkennbar, der Pfeiler geht übergangslos in den Tabernakelbereich über, in dem zwei quadratische Nischenöffnungen an der Süd- und Ostseite erkennbar sind. Darüber setzt ein schwach vorkragendes Zeltdach an, das auf seiner abgestumpften Spitze ein gleicharmiges Kreuz aus Draht mit einem dreiachsigen Stern im Kreuzungsbereich zeigt. Die auf der Ostseite des Schafts angebrachten betenden Hände sollen laut Mitteilung eines Nachfahren des Künstlers ein Abguss der Hände von August Hoffmanns Tochter Frigga sein. Der Pfeiler ist eine Nachbildung der Siegmarter.

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Der Wiener Akademische Maler August Hoffmann erhielt als Gegenleistung für seine Sgraffitomalerei, mit der er 1933 die Fassade des Rathauses von Drosendorf verzierte, das Grundstück, auf dem der nach ihm benannte Pfeiler steht. Er ließ das Denkmal als Nachbildung der Siegmarter in den 1930er Jahren errichten. Der Hintergrund dazu ist nicht bekannt. August Hoffmann wohnte im unteren Torwarthaus beim Raabser Tor. Um 1939 stiftete Kaplan Dominik Leidenmüller die Plastik der Betenden Hände.


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2 Comments

  1. Cordula Bösze

    Die hier abgebildete Säule ist nicht die Siegmarter von Drosendorf und hat mit dem Standort des Zeltes von Přemysl Ottokar II (oder dem seines Feldherrn) rein gar nichts zu tun!
    Es handelt sich um das „Hoffmannsmarterl“, errichtet in Form einer Siegesmarter vom akademischen Maler August Hoffmann in den 1930ger Jahren. Hoffmann erhielt den Felsen von der Stadt Drosendorf als Gegenleistung für seine Sgraffito-Malerei am Rathaus Drosendorf.
    Nähere Details dazu finden Sie auf der Seite https://www.marterl.at/index.php?id=23&no_cache=1&oid=9104#.YOGQZ25CQWo

    Zur eigentlichen Siegmarter hinter dem Bahnhof könnte ich Fotos zur Verfügung stellen. An einem Text darüber arbeite ich gerade.

    Mit großem Dank für Ihre Mühe und für die reichhaltige Information auf Ihren Seiten
    und mit herzlichen Grüßen

    Cordula Bösze

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