Südwestlich von Stift Zwettl steht die Johannes von Nepomuk Kapelle bei der alten romanischen Kampbrücke.
Die Kapelle wird 1763 erbaut. Sie ist aus Bruchsteinen und Ziegeln gemauert, verputzt und gelb und weiß gefärbelt. Im Westen hat die Kapelle eine große rundbogenförmige Öffnung mit Flachpilaster an den Ecken. Seitlich ist je ein Fenster vorhanden. Über dem Kranzgesimse erhebt sich vorne ein geschwungener Giebel mit schwachem Fresko (zwei Putten). Gedeckt ist die Kapelle mit einem Blechdach mit zwiebelförmiger Haube, vergoldetem Knauf und Zunge im Strahlenkranz.
Im Inneren steht eine prächtige Johannes Nepomuk Darstellung von Adam Pirar auf einem reich verzierten Sockel mit 2 Putten. Am Volutenpostament sieht man ein Relief vom Brückensturz des Heiligen. Die Architekturwandmalerei stammt von Josef Schitz aus dem Jahre 1764.
Im Jahre 1913 hat die Kapelle noch ein Holzschindeldach mit zwiebelförmiger Haube, vergoldetem Knauf und Zunge im Strahlenkranz.
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Zu finden auf unseren Wanderungen:
● Waldviertler Kulturpfad 665 – Teil 1
● Rund um die Waldrandsiedlung
● Der Waldteichweg
● Der Seeteichweg
Der Maler Joseph Schitz war 1763 und 1764 im Stift Zwettl tätig. Er gestaltete auch den Festsaal in der Südostecke des Abteihofs. Der rechteckige Saal wird von zwei Seiten belichtet. Er ist an den Wänden mit Architekturmalereien und Personifikationen der fünf Sinne von Schitz, sowie einer illusionistischen Deckenmalerei gestaltet.
1763 fertigte Schitz auch noch eine Barockkrippe für das Stift Zwettl an. Im Jahre 2014 wurde die Krippe wieder entdeckt.
Die Zeitschrift kathpress berichtet darüber:
Neuer Glanz für verschollene Barockkrippe
Krippe von Joseph Schitz aus dem Jahr 1763 lag mehr als 100 Jahre unbeachtet in Lager des Stifts.
Stiftsarchivar Gamerith: „Gibt heute keine so große erhaltene Barockkrippe mehr“
Das Zisterzienserstift Zwettl birgt neben vielen anderen kulturellen Schätzen seit Neuestem auch eine restaurierte Barockkrippe aus dem Jahr 1763. Lange Zeit befand sich diese völlig vergessen in einem Lager und war dem Staub von 100 Jahren ausgesetzt. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz, wie der ORF-Niederösterreich berichtete.
Im Jahr 2014 fand man demnach durch Zufall in einem Lager bemalte Holzbretter, die sich bei näherer Untersuchung als barocke Krippenelemente entpuppten. Auch der Künstler, der die Krippe angefertigt hatte, konnte identifiziert werden. Der Maler Joseph Schitz war 1763 vom Kloster mit der Errichtung der Elemente für diese Weihnachtskrippe beauftragt worden. Schitz galt zur damaligen Zeit als verhältnismäßig günstiger Maler. „Er war kein barocker Superstar, er machte Gebrauchskunst“, so Stiftsarchivar Andreas Gamerith. Für die Gestaltung der Krippe wurden einfache Materialien wie Bretter aus Weichholz verwendet, die mit Leinen bespannt und bemalt wurden. Trotzdem seien die Elemente von unschätzbaren Wert. „Es gibt heute keine so große erhaltene Barockkrippe mehr“, so Gamerith.
Die Restaurierung der weihnachtlichen Elemente dauerte mehr als drei Jahre und stellte die Restauratorinnen und Restauratoren vor große Herausforderungen. „Die Leinenmalerei auf dem Holz war total grau vom Staub“, erinnerte sich Gamerith. Dennoch wurde eine Methode gefunden, den Staub zu entfernen, ohne die Farbe zu beschädigen.
Die Krippe war in Vergessenheit geraten, weil das Stift 1893 eine neue, modernere Weihnachtskrippe bei Josef Bachlechner in Auftrag gab. Nach der Errichtung der Bachlechner-Krippe brachte man die Elemente der barocken Schitz-Weihnachtskrippe wohl ins Lager, wo sie mehr als 100 Jahre lang unbeachtet lagen.
Für die Krippe wurde nach der Restaurierung ein Platz gesucht, an der sie aufgestellt werden konnte. Nun steht das barocke Gesamtkunstwerk in der Stiftskirche gegenüber dem Heiligen Grab. „Sie sollte auf keinen Fall wieder in einem Raum nur gelagert werden und herumliegen“, so Gamerith.
Die Zeitschrift kathpress berichtet darüber:
Neuer Glanz für verschollene Barockkrippe
Krippe von Joseph Schitz aus dem Jahr 1763 lag mehr als 100 Jahre unbeachtet in Lager des Stifts.
Stiftsarchivar Gamerith: „Gibt heute keine so große erhaltene Barockkrippe mehr“
Das Zisterzienserstift Zwettl birgt neben vielen anderen kulturellen Schätzen seit Neuestem auch eine restaurierte Barockkrippe aus dem Jahr 1763. Lange Zeit befand sich diese völlig vergessen in einem Lager und war dem Staub von 100 Jahren ausgesetzt. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz, wie der ORF-Niederösterreich berichtete.
Im Jahr 2014 fand man demnach durch Zufall in einem Lager bemalte Holzbretter, die sich bei näherer Untersuchung als barocke Krippenelemente entpuppten. Auch der Künstler, der die Krippe angefertigt hatte, konnte identifiziert werden. Der Maler Joseph Schitz war 1763 vom Kloster mit der Errichtung der Elemente für diese Weihnachtskrippe beauftragt worden. Schitz galt zur damaligen Zeit als verhältnismäßig günstiger Maler. „Er war kein barocker Superstar, er machte Gebrauchskunst“, so Stiftsarchivar Andreas Gamerith. Für die Gestaltung der Krippe wurden einfache Materialien wie Bretter aus Weichholz verwendet, die mit Leinen bespannt und bemalt wurden. Trotzdem seien die Elemente von unschätzbaren Wert. „Es gibt heute keine so große erhaltene Barockkrippe mehr“, so Gamerith.
Die Restaurierung der weihnachtlichen Elemente dauerte mehr als drei Jahre und stellte die Restauratorinnen und Restauratoren vor große Herausforderungen. „Die Leinenmalerei auf dem Holz war total grau vom Staub“, erinnerte sich Gamerith. Dennoch wurde eine Methode gefunden, den Staub zu entfernen, ohne die Farbe zu beschädigen.
Die Krippe war in Vergessenheit geraten, weil das Stift 1893 eine neue, modernere Weihnachtskrippe bei Josef Bachlechner in Auftrag gab. Nach der Errichtung der Bachlechner-Krippe brachte man die Elemente der barocken Schitz-Weihnachtskrippe wohl ins Lager, wo sie mehr als 100 Jahre lang unbeachtet lagen.
Für die Krippe wurde nach der Restaurierung ein Platz gesucht, an der sie aufgestellt werden konnte. Nun steht das barocke Gesamtkunstwerk in der Stiftskirche gegenüber dem Heiligen Grab. „Sie sollte auf keinen Fall wieder in einem Raum nur gelagert werden und herumliegen“, so Gamerith.








Freue mich, daß der blog so schöne Fortschritte macht.
Danke für Ihren Fleiß und Mühe! Viele Grüße