Südlich von Siebenlinden steht am sogenannten Wineck-Agrarweg ein Bildstock aus Beton.
Der im Querschnitt rechteckige Bildstock ist in Betongussbauweise ausgeführt, hat ein steiles Satteldach und eine hausförmige Nische. In der Nische befindet sich eine Marienikone, darunter steht im Mittelteil der Spruch: „Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib!“.
Die Gottesmutter Maria ist halbfigurig dargestellt in einem rötlich braunen Maphorion mit den Jungfrauensternen. Der Blick geht nach unten, ihre beiden Hände halten das Jesuskind, das sich seinerseits am Saum des Maphorions anhält.
Als Maphorion (griech. für Schleier, Schal, Plural Maphorien, auch Maphoria) bezeichnet man in der Kunstgeschichte und in der Geschichte der christlichen Reliquien den Schleier, der auf bildlichen Darstellungen Haupthaar und Schultern Marias, der Mutter Jesu, bedeckt.
Die Abkürzungen MP OY bezeichnen die Gottesmutter und „das Sein“. Die Buchstaben IC XC stehen für Jesus Christus.
Der erst im Jahre 2014 von Familie Renate und Manfred Koppensteiner neu errichtete Bildstock wird am 8. Juni 2014 durch Pater Ägid gesegnet.
Womit habt ihr euch im Jahre 2014 einen Lebenstraum erfüllt?
Renate und Manfred Koppensteiner erzählen:
Ein langersehnter, gemeinsamer Wunschtraum in unserem Leben war die Errichtung eines eigenen Marterls. Es hat Jahre gedauert, bis sich dieser Wunsch erfüllt hat. Wir haben auch lange überlegt, wo wir das Marterl errichten sollen. Dann haben wir den richtigen Platz dafür gefunden, am Ende von unserem Hausluß, außerhalb der Ortschaft am Waldrand.
Wir haben durch Zufall bzw. eine Fügung von einem Schalungstechniker gehört, der alle möglichen Dinge aus Beton gießt. Er hat in Haselbach einen ganzen Kreuzweg erstellt und uns Fotos davon gezeigt. Wir haben uns für diese Variante aus Beton entschieden, da sie sehr stabil ist und keine Gefrierschäden auftreten können. Es gab eine Kommission mit dem Bürgermeister mit Vermessung, Planung und Eintragung. Der Sockel ist eine Verankerung aus Beton und Stahl, und darauf ist das Marterl hineingegossen.
Das nächste Thema war: „Ja, und welchen Heiligen geben wir jetzt in das Marterl hinein?
Vielleicht den Heiligen Manfred oder die Heilige Renate? Nein, das ist auch nicht das Wahre. Na, dann kann es nur mehr die Muttergottes sein. Wir brauchen ein passendes Bild von der Muttergottes, wo kriegen wir das wieder her?“
Durch eine Empfehlung sind wir zu Sr. Renate gekommen, die Ikonen malt. Sie ist eine Krankenschwester für Wachkomapatienten. Wir sind zu ihr hingefahren und sie hat uns gezeigt, was in Frage kommen würde. Dann hat sie uns die Gottesmutter der Zärtlichkeit mit
dem roten Schleier (Maphorion) mit Jungfrauensternen gezeigt, welche uns am besten gefallen hat. Ikonen gefallen uns grundsätzlich sehr gut, da die Erdfarben darin enthalten sind. Der Blick der Gottesmutter geht nach unten, ihre beiden Hände halten das Jesuskind, das sich seinerseits am Saum des Maphorions anhält. Unter der Marienikone steht im Mittelteil der Spruch: „Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib!“ Die Abkürzungen MP OY bezeichnen die Gottesmutter und „das Sein“. Die Buchstaben IC XC stehen für Jesus Christus.
Am 8. Juni 2014 hat Pater Ägid das Marterl im Rahmen einer Einweihungsfeier der Gottesmutter geweiht. Es war ein Dankesfest voller Freude mit dem Bürgermeister und vielen Gästen. Seither kommen viele Spaziergänger dort hin, der Weg ist auch kinderwagentauglich. Es ist ein sehr sonniges und windgeschütztes Platzerl, wo man sich auf eine Bank hinsetzen, die Augen schließen und für eine Weile innehalten kann.
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