Gedenkkreuz (48.763649, 15.146654)

Gedenkkreuz

Gemeinde Vitis
Großrupprechts

Seitlich vom Haus Großrupprechts Nr.33 steht neben der Bundesstraße ein Steinkreuz.

Auf einem quaderförmigen Sockel steht ein in drei Teilen gegliedertes Steinkreuz mit Kruzifix. Im Mittelteil kann man folgende Inschrift lesen: „Zum Gedenken an Adele Maier die am 13.6.1965 im 16. Lebensjahr von einem Auto überfahren wurde und an dieser Stelle
ihr Leben lassen mußte. Gelobt sei Jesus Christus!“

An den Steinsockel ist eine kleinere Steintafel (60×46 cm) angelehnt. Auf dieser steht geschrieben: „Zur Erinnerung an unsere Tochter und Schwester Adele Maier, die am 13.6.1965 im 16.Lebensjahr nach einem tragischen Unfall ihr Leben lassen mußte.
In der Blüte Deiner Jahre – Starbst Du, o geliebtes Herz. – Die Eltern weinen an der Bahre – Und die Geschwister sind voller Schmerz.“

Im Heft „Klein- und Flurdenkmäler in der Katastralgemeinde Großrupprechts“ erfährt man Folgendes:
In der Gmünder Zeitung vom 17.6.1965 wird auf dem Titelblatt unter der Überschrift „Das Ende eines Betriebsausfluges: Tod auf der Straße“ über den Unfallhergang wie folgt berichtet:
… Adele Maier war mit ihren Arbeitskameraden und Vorgesetzten der Firma Jirges aus Schrems auf einem Betriebsausflug gewesen. Der Autobuschauffeur ließ sie in Rupprechts aussteigen und fuhr weiter. In diesem Augenblick kam aus Richtung Schrems ein PKW angebraust. Von dem nun Folgenden merkten nach Aussagen des Autobuschauffeurs die Passagiere nichts. Adele Maier muss in den PKW direkt hineingelaufen sein.
Die Wucht des Aufpralls war furchtbar. Der Wagen, ein Opel-Rekord neueren Typs, weist auf der Kühlerhaube eine Einbuchtung auf, so groß, dass man fast drin sitzen könnte. Die Stoßstange samt Nummerntafel ist ebenfalls eingedrückt und die Windschutzscheibe völlig zertrümmert.
Das Mädchen dürfte durch die Wucht des Zusammenstoßes zunächst auf den Vorderteil des Autos und gegen die Windschutzscheibe geprallt sein. Wenn man aus Richtung Gmünd kam, sah man als erstes die Handtasche der Verunglückten weit hinter dem Unfallort liegen, dann den zertrümmerten Schirm, Splitter, Geldstücke und zuletzt, ungefähr einen Meter hinter dem Unglückswagen, die Tote. Die Fahrbahn war voll Blut.
Spontane Helfer, die freilich nicht viel tun konnten, riefen Gendarmerie, Priester und Arzt. Der Kaplan von Vitis spendete die Krankenölung und die Absolution. Der herbeigerufene Arzt konnte nur mehr den Tod der Verunglückten feststellen……….
Weiters wird noch über die verzweifelte Familie der Toten und die Fassungslosigkeit des Unglückslenkers und der dazu kommenden Bekannten, zu denen auch der Schreiber dieser Zeilen zählte, berichtet. Kritisiert wird, dass keine Geschwindigkeitsbeschränkung den Unglücksbereich entschärfte. [Ende des Zeitungsberichts]

Die Schwestern der Verunglückten bemerkten zur Darstellung des Unfallhergangs, dass die Obduktion ergeben hätte, dass Adele von hinten angefahren wurde. Das lässt den Schluss zu, dass sie sich auf der rechten Straßenseite bereits auf dem Heimweg befunden hatte.

Die Eltern ließen ungefähr ein Jahr später in der Nähe des Unfallortes zum Andenken an ihre geliebte Tochter durch den Steinmetzmeister Widy aus Schrems dieses Denkmal errichten. Es wurde 1966 von Pfarrer Anton Zinsmeister geweiht.


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