Bildstock (48.697285, 15.326639)

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Gemeinde Allentsteig
Allentsteig

Im Hof des Unteren Schlössl oder auch Meierhof genannt steht dieser steinerne und bemalte Bildstock aus dem Thurnholz bei Groß Poppen.

Die im Querschnitt rechteckige Säule mit breiten Fasen und Kragenplatte trägt einen Tabernakel mit drei flachen Nischen und Helm. Im oberen Teil der Säule gibt es drei Inschriften auf drei verschiedenen Seiten: CRÖNNVNG MARIÆ (links), ERFINDVNG CHRISTI (Vorderseite) und CHRISTI CHREITZIGVNG (rechts).

Ein verblasstes Bild in der rechten Nische ist nicht mehr zu erkennen.

Großpoppen oder Groß-Poppen war ein Angerdorf mit Schloss und Kirche und ist eine seit dem 1. Jänner 1964 unbewohnte Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Allentsteig in Niederösterreich mit einer Grundfläche von 524,95 Hektar. Um den Truppenübungsplatz Allentsteig anlegen zu können, wurden ab 1938 die Bewohner des Orts ausgesiedelt.

Im Jahre 1911 berichten Waldarbeiter Folgendes: „Noch heute liegt etwa ein Kilometer von Groß-Poppen im Thurnholz ein Waldbründl. Daneben erinnert noch ein Schutthaufen an die Stelle, wo bis 1786 das Wallfahrtskirchlein St.Gregor stand.“

Im frühen Mittelalter befindet sich in nächster Nähe davon die Burg des Geschlechts der Herren von Rausmanns. Die Kapelle heißt im Mittelalter St.Gran oder St.Grain. Joachim Freiherr von Windhag läßt, als er das Gut Rausmanns kauft, anstelle des verfallenden Kirchleins eine neue Kapelle zu Ehren des Heiligen Gregor mit einem reichgeschmückten Altar erbauen. Über dem Waldbründl und daneben wird durch Baumeister Bartholomäus Lukas von Waidhofen eine dem Heiligen Jodok geweihte Kapelle errichtet – vermutlich zum Andenken an seinen Vater Jodok.

Unter Kaiser Joseph II. wird die Wallfahrtskapelle zum Heiligen Gregor im Thurnholz im Jahre 1786 gesperrt und abgebrochen. Sie verfällt schließlich ein zweites Mal.

Von den 5 steinernen Säulen, die Freiherr Windhag um 1660 vom Schloß Poppen zur Wallfahrtskapelle im Thurnholz hatte errichten lassen, gibt es 1911 nur mehr diese eine.

Jede Nische der fünf steinernen Säulen enthielt ein Geheimnis des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes eingeschrieben und auf Kupfer gemalt.


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