Bildstock (48.607994, 15.450005)

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Gemeinde Krumau am Kamp
Tiefenbach

Am nördlichen Ortsende von Tiefenbach steht ein gemauerter Bildstock.

Der im Querschnitt fast quadratische Bau hat ein mit Ziegeln gedecktes Satteldach. An der etwas zurückgesetzten Giebelwand steht ein Kardinalskreuz auf einem kleinen Sockel. Die darunter liegende große bogenförmige Nische ist mit einer schmiedeeisernen Tür verschlossen.

Jahreszahlen und sonstige Hinweise sind nicht vorhanden.

In der Nische hängen drei große Bilder.


An der Rückseite ist die Heilige Familie (Maria, Jesus und Josef) dargestellt. Darüber die Taube und der Heilige Vater. Gemalt wurde das Bild im Jahre 1982 von einem Künstler namens Treslicka.

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Die zwiefache DreifaltigkeitDas Original ist als „Die zwiefache Dreifaltigkeit“ bekannt und stammt von Bartolome Esteban Murillo, geboren am 1. Januar 1618 in Sevilla, gestorben am 3. April 1682 in Andalusien und war ein spanischer Maler des Barock. Die Heilige Familie hält den bekleideten Jesusknaben, der auf einem Stein steht, an den Händen, darüber Gottvater mit der Taube im Glanz des Lichtes, der ihn segnet. Der mystische Vorgang wird monumental gestaltet und im Sinn einer eindringlichen Empfindung wiedergegeben. Himmlisches und Irdisches sind hier glücklich miteinander vereint.


Rechts sind die Apostel Johannes, Petrus, Markus und Paulus dargestellt.

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Die vier ApostelDieses Bild ist in Anlehnung des Bildes „Die vier Apostel“ von Albrecht Dürer (geboren am 21. Mai 1471 in Nürnberg, gestorben am 6. April 1528 Nürnberg) entstanden. Das Original entstand im Jahre 1526 auf zwei getrennten Lindenholztafeln und war Dürers letztes große malerische Werk.


Links hängt ein Bild betender Bauern auf dem Feld.

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AngelusläutenDas Original mit dem Namen „Angelusläuten“ stammt von Jean-François Millet, geboren am 4. Oktober 1814 in Gruchy in der Normandie, gestorben am 20. Januar 1875 in Barbizon und war ein französischer Maler des 19. Jahrhunderts.

Zum Bild „Angelusläuten“ gibt es eine wahrlich unglaubliche Geschichte:
Salvador Dali litt zeitlebens darunter, dass die Eltern ihm den Vornamen Salvador gaben, den gleichen Vornamen, den sein neun Monate zuvor im Alter von zwei Jahren verstorbener Bruder trug. Als Kind soll sich Salvador Dali vor dem Grab des Bruders gefürchtet haben, als dessen Widergänger (Wesen, die trotz ihres vermeintlichen Todes in die Welt der Lebenden zurückkehren.) er sich in paranoiden Phasen fühlte; dann war er der Salvador, der Erlöser, der auferstehen musste, um die Eltern von ihrem Leiden zu erlösen.
Als Salvador Dali die Christliche Schule seines Heimatorts Figueras besuchte, hing im Korridor vor dem Klassenzimmer ein Farbdruck des schon damals berühmten Gemäldes Angelusläuten von Jean-Francois Millet. Irgendetwas beunruhigte das Kind an diesem stillen Bild, das ein Bauernpaar auf dem Felde zeigt. Die Personen auf dem Bild stehen mit gesenkten Köpfen und lauschen dem Läuten zum Angelus, das vom nahen Dorf her über die Felder weht. Stimmt das, fragte sich der Knabe. Schauen die beiden nicht zu Boden und suchen dort etwas? Was verbirgt der Mann unter seinem Hut? Das Gemälde faszinierte den Schüler Salvador so sehr, dass er geradezu davon besessen wurde und das Thema später immer wieder in eigenen Werken verarbeitete.
1933 behauptete der inzwischen bekannte Maler, dass das eigentliche Thema des Angelus nicht die ehrfurchtsvolle Haltung des Abendgebets war, sondern sexuelle Repression. Unter dem Hut des Bauern vermutete er das erigierte Glied des Mannes, unter der Erdoberfläche zwischen dem Bauernpaar ein Geheimnis. Verbissen suchte Salvador nach Beweisen für seine Auffassung. 1963 wurde Dalis Verdacht bestätigt. Eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen zeigte unter Korb und Ackerkrume eine kleine Holzkiste, den Sarg des verstorbenen Sohnes des Bauernpaars, den Jean-Francois Millet aus unbekannten Gründen übermalt hatte.




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