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Im Garten des Hauses Oberhof 16 steht seit 2025 ein privater Bildstock.


Ignaz und Ludmilla Hofbauer aus Zwettl haben in ihrem Garten ein Ignatius-Marterl errichtet!

Auf einem im Grundriss quadratischen Steinsockel aus Waldviertler Glaubsteinen ruht ein würfelförmiger Tabernakel mit drei rundbogenförmigen Nischen und einem mit Holzschindeln gedeckten Satteldach. In der etwas tieferen vorderen Nische befindet sich ein Bild des Heiligen Ignatius.

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In der flachen linken Nische ist ein Kreuz mit den Buchstaben AMDG aufgemalt. AMDG ist die lateinische Abkürzung für „Ad Maiorem Dei Gloriam“, was übersetzt „Zur größeren Ehre Gottes“ bedeutet. Es ist das Motto des Jesuitenordens, auch bekannt als Gesellschaft Jesu. Der Ausdruck geht auf den heiligen Ignatius von Loyola zurück.


In der flachen rechten Nische sieht man ein Bild des gewaltigen Freskos über dem Mittelschiff der Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio in Rom. Die Kirche Sant’Ignazio ist besonders für die Fresken von Andrea Pozzo bekannt, einem Maler und Jesuitenfrater. Das Thema des gewaltigen Freskos über dem Mittelschiff ist die Apotheose des Heiligen Ignatius.
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Am Fest des Heiligen Ignatius (31.7.2025) kam die Familie und die Nachbarschaft zusammen um gemeinsam um den Segen Gottes zu bitten!


Inigo de Loyola ist 1491 in Loyola im Baskenland geboren. Sein Lebensweg begann in der Familie des baskischen Landadels. Er strebte nach einer besonderen Karriere. Im Kampf um Pamplona wurde Inigo schwer verwundet. Auf dem Krankenlager in seinem Heimatschloss Loyola erlebte er eine innere Bekehrung. Sein neues Lebensziel hieß: Jesus nachfolgen – so buchstäblich wie möglich. Dazu wollte er ins Heilige Land ziehen. Auf dem Weg dorthin hielt es Inigo in der kleinen Stadt Manresa fest – zehn Monate mit intensivem Beten und Ringen mit Gott: Was ist dein Wille für mich?

Aus diesen geistlichen Erfahrungen in Manresa erstanden die „Geistlichen Übungen“ (Exerzitien). Im Heiligen Land konnte er nur kurz bleiben. Nach seiner Rückkehr nach Spanien begann er mit dem Studium zur Vorbereitung auf das Priestertum – zunächst in Barcelona, dann Alcala, Salamanca und schließlich Paris.

Mit den Geistlichen Übungen formte er viele Männer und Frauen. Während des Studiums in Paris formte sich ein Freundeskreis. Sie alle hatten das gleiche Ziel: Sie wollten Gefährten Jesu sein und den Menschen helfen. Aus diesem Freundeskreis entstand später die „Gesellschaft Jesu – Societas Jesu“. 1540 wurde der neue Orden von Papst Paul III bestätigt.

Ignatius (wie er sich seit der Studienzeit in Paris nannte) wurde zum ersten Generaloberen gewählt und leitete in Rom den Orden, der sehr schnell wuchs und weltweit wirksam wurde.

Ignatius starb am 31. Juli 1556 in Rom.


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