Bildstock (48.498910, 14.959617)

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Nördlich von Arbesbach an der Straße nach Kamp steht ein steinerner Bildstock.


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Auf einem gemauerten Sockel steht eine mehrmals gebrochene und breit abgefaste Säule mit Fußblock und Kragenplatte. Ob noch alle Teile von der Originalsäule stammen, oder Stücke später ergänzt wurden, ist nicht eindeutig feststellbar. In der oberen Kragenplatte ist die Jahreszahl 1695 eingemeißelt.

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Der Tabernakel besteht aus drei flachen Seiten- und einer Deckplatte. Darauf liegt noch ein spitz zulaufender Hut mit Eisenkreuz. In der Nische befindet sich ein Hinterglasbild, das die Heilige Maria bei der Kreuzabnahme zeigt.

Im Buch „Arbesbach 1983“ verfasst von Dr. Max Mauritz wird dieser Bildstock als Pestkreuz bezeichnet, wobei sich Mauritz aber nicht ganz sicher ist. Zitat: „Das Pestkreuz entstand wahrscheinlich dadurch, dass man einen bereits vorhandenen Bildstock dazu umdeutete. Die Flüchtigkeit mit der man die Jahreszahl 1695 an unpassender Stelle einmeißelte deutet darauf hin“.

Frieda Mauritz, Waldviertler G’schichten 1982:
Auch Kamp hatte sein Massengrab. Da die alten Leute noch im vorigen Jahrhundert die Säule (Granit, achtseitiger Pfeiler, mit quadratischer Basis, vierseitiger Tabernakel mit zwei rechteckigen Nischen, hohe Pyramide als Bekrönung) an der Gerungser Straße beim Haus Nr. 55 als Pestsäule bezeichneten und diese auch die Jahreszahl 1695 trägt ist anzunehmen, dass sich das Massengrab der Kamper beim ursprünglichen Standort der Säule befand. Der war links des Abzweigungsweges in den Grubberg und in die Bärnau und unterhalb des ehemaligen Fahrweges nach Kamp.

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One comment

  1. Josef Weichselbaum

    Dr. Max Mauritz beschreibt in seinem Buch “Arbesbach 1983” (Seite 174) diesen Bildstock folgendermaßen:

    Der Bildstock in der Kamper Straße gilt als Pestkreuz. Es entstand wahrscheinlich dadurch, dass man einen bereits vorhandenen Bildstock dazu umdeutete. Die Flüchtigkeit mit der man die Jahrezahl 1695 an unpassender Stelle einmeißelte, deutet darauf hin.

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