Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat

In den letzten Tagen wurde mir ein Zwettler Dachbodenfund, mit zahlreichen kleinen farbigen Zeichnungen und Aquarellen mit der Darstellung von religiösen Kleindenkmälern des Waldviertels zur weiteren Aufarbeitung zur Verfügung gestellt.

Im Mittelpunkt der kleinen Kunstwerke stehen laut Mag. Norbert Müllauer drei Namen und Persönlichkeiten die in Zwettl ansässig und künstlerisch tätig waren, nämlich Hans Peter Neumüller, Friedrich Wolf und Rudolf Pritz. Die Blätter im Format von etwa 15 x 12 cm sind unsigniert und können daher keinem der Künstler eindeutig zugeordnet werden. Die meisten Werke haben aber rückseitig einen Standorthinweis in Kurrentschrift.


Hans Peter Neumüller wurde am 06.05.1908 in Allentsteig geboren. Er übersiedelte mit seinen Eltern nach Zwettl. Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule in Zwettl von 1914 bis 1923 folgte eine Maler- und Anstreicherlehrzeit bei Franz Koppensteiner und Malermeister Kousek in Zwettl. 1935 bis 1936 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Wien am Stubenring und von 1936 bis 1938 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien am Schillerplatz. 1939 heiratete er Kunigunde Iretz, die die Tochter Kunigunde (* 1944) gebar. Von 1938 bis 1945 arbeitete er als freischaffender Künstler in Zwettl und von 1945 bis 1949 betrieb er eine Spezialkunstwerkstätte für profane und sakrale Kunst in Zwettl. 1951 übersiedelte er mit seiner Familie nach Spielberg bei Traunstein, wo er an Lungenkrebs und total verarmt am 17.09.1953 starb. Seine Werke wurden unter andere für profane und sakrale Kunst m in Wien in der Sezession und im Künstlerhaus gezeigt. Er war in vielen Techniken zu Hause, von großformatigen Ölgemälden, grafischen Arbeiten bis zu Holz- und Linolschnitten. Sein Hauptwerk ist das Deckenfresko im Karner der Propsteikirche Zwettl, „Das Jüngste Gericht“.


Friedrich Wolf wurde am 01.11.1908 in Zwettl geboren. Er arbeitete zunächst als Friseurgehilfe im Geschäft seines Vaters und später als Frisör in der Hamerlingstraße 12 in Zwettl. Aus seiner Jugendzeit stammen auch mehrere Bilder mit Motiven von der Stadt Zwettl. Friedrich Wolf starb bereits am 07.11.1945 an den Folgen einer Typhuserkrankung. Die Stadt Zwettl wurde im Herbst 1945 von einer Typhusepidemie heimgesucht.


Rudolf Pritz wurde am 05.02.1905 in Tetschen/Elbe (Tschechien) geboren. Er erlernte das Handwerk eines Büchsenmachergehilfen und wohnte in Zwettl in der Hamerlingstraße 14. Weitere biographische Angaben sind nicht bekannt.


Großweißenbach
Zum Standort
Bad Traunstein
Zum Standort
Stift Zwettl
Zum Standort

Wetzlas
Zum Standort
Vitis
Standort
Flachau
Standort

Rosenau Dorf
Zum Standort
Langschlag
Zum Standort
Neupölla
Zum Standort

Rastenfeld
Zum Standort
Unterrabenthan
Zum Standort
Zwettl
Zum Standort

Rastenberg
Zum Standort
Krumau am Kamp
Zum Standort
Moidrams
Zum Standort

Guttenbrunn
Zum Standort
Ullrichs
Zum Standort
Ehrenhöbarten
Zum Standort

Schlagles
Zum Standort
Schlagles
Zum Standort
Loibenreith
Zum Standort

Söllitz
Zum Standort
Germanns
Zum Standort
Hirschbach
Zum Standort

Pötzles
Zum Standort
Pötzles
Zum Standort
Pötzles
Zum Standort

Allentsteig
Zum Standort
Großweißenbach
Zum Standort
Mannshalm
Zum Standort

Frankenreith
Zum Standort
Dietharts
Zum Standort
Zierings
Zum Standort

Mannshalm
Zum Standort
Friedersbach
Zum Standort
Zwettl
Zum Standort

Uttissenbach
Zum Standort
Rastenfeld
Zum Standort
Sperkental
Zum Standort


Sallingstadt
Zum Standort
Groß Gerungs
Zum Standort


Nachfolgende Karten konnten noch nicht zugeordnet werden.


Bei Moritzreith
Derzeitiger Standort unbekannt!
Bei Schwarzenau
An der Straße Schwarzenau Richtung Zwettl – der Bildstock ist nicht mehr vorhanden! Möglicher Standort 48.7364,15.2598 laut „Österreich unter der Enns (1773–1781) – Josephinische Landesaufnahme“.

Bei Niedergrünbach
Derzeitiger Standort unbekannt!
Keine Hinweise vohanden
Derzeitiger Standort unbekannt!
In Kirchberg