Wolfsmarterl (48.688292, 15.112738)

Wolfsmarterl

Gemeinde Schweiggers
Sallingstadt

Zwischen Limbach und Sallingstadt steht neben der Straße das Wolfsmarterl.

Eigentlich ist es ein Bildstock aus Granit. Beginnend mit einem quadratischen Grundstein, der nach oben hin in eine achteckige Form übergeht, besteht der Schaft aus zehn Einzelstücken. Oben wird der Schaft wieder quadratisch und trägt schließlich den Aufsatz mit einer Nische, die nur zur Straßenseite hin offen ist. Ein Dachhelm mit Kreuz bekrönt die Säule. In der Nische steht eine kleine Muttergottesstatue mit dem Kinde.

Einst ging ein Mann von Limbach nach Sallingstadt, um von einem Fleischhauer Blut zu holen. Anschließend kehrte er im Gasthaus ein. Als die Dämmerung hereinbrach, machte er sich auf den Heimweg. Auf der halben Strecke hörte er von Ferne das Geheul von Wölfen. Bald darauf nahm er dunkle Flecken in der hellen Nacht wahr, die sich rasch näherten. Kurz entschlossen erkletterte er einen Baum, der in der Nähe stand. Kaum war er oben, keuchten auch schon die Wölfe daher und versuchten, den Baum hochzuspringen. Der Mann schüttete das Blut auf die wütenden Wölfe. Daraufhin fielen die Wölfe die mit Blut bespritzten Tiere an und zerfleischten sie. Anschließend suchten sie das Weite, und der Mann konnte seinen
Weg ungehindert fortsetzen. Zum Dank für die Errettung ließ er an dieser Stelle ein Marterl errichten. (1729)

Das Marterl wurde in den Jahren 1982-1983 über Initiative des Verschönerungsvereines Sallingstadt von der Landesberufsschule Schrems renoviert. Zu diesem Zwecke wurde das Marterl in Einzelstücke zerlegt, fehlende Steinstücke durch neue ersetzt (dies trifft von allem auf den Tabernakel zu) und auf einem betonierten Fundament an Ort und Stelle wieder aufgebaut. Die Einweihung fand zu Pfingsten 1983 durch den Pfarrseelsorger Pater Augustin Montag statt. Es wurden 2 Birken gepflanzt und eine Ruhebank aufgestellt.




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