Trauungskapelle auf der Schwarzalm (48.583790, 15.148526)

Trauungskapelle auf der Schwarzalm

Gemeinde Zwettl NÖ
Gschwendt

Die Trauungskapelle an der nördlichen Seite des Hotels Schwarzalm bildet sozusagen den krönenden Abschluss einer ständigen Erweiterung bis zum 4-Sterne Hotel.

Schon in den 1930iger Jahren steht hier eine Almhütte, die 1949 von den Naturfreunden als Jausenstation übernommen wird. Im Jahre 1952 kommt Strom in die Hütte. Bereits 1968 entsteht ein Gastgebäude mit Wohnhaus. 1990 wird der Gasthof um den heutigen Hotel- und Freizeitbereich erweitert.

Die modern gestaltete Kapelle ist mit einem überdachten Weg mit dem Hotel verbunden und bildet einen offenen halbrunden Andachtsraum. Das eigenwillige Dach, das mit Eternitschindeln gedeckt ist, verläuft an der Rückseite bogenförmig nach oben und gibt einen hölzernen Glockenstuhl frei. Die Glocke stammt von der Glockengießerei Grassmayr aus Innsbruck und entsteht im Jahre 1990.

Der Andachtsraum wird durch den Künstler Josef Elter geprägt. So entsteht das Kruzifix aus seiner Hand im Jahr 1878 und wird von ihm als „Auferstehungskreuz“ bezeichnet. Ein Gleiches gibt es in seiner Kirche, dem Dom vom Waldviertel, in Bad Traunstein.


Detail

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„Was sagt dieses Kreuz?“ fragt Josef Elter und antwortet: „Ich lebe und ihr sollt auch leben, dies ist das großartige Wort, was er uns zuruft. Mit irdischen, natürlichen Augen gesehen, ist dieses Kreuz ein Mirabellbäumchen, an der Mauer emporwachsend, wodurch der Stamm die nach rechts ausgeschwungene Biegung erfahren hat, die dieser Skulptur den so auffallenden Schwung, diese emporsteigende Kraft, gibt. Das ist nur das vordergründig „Wirkliche“, das Gestaltungsmaterial – wir wollen das „Eigentliche“ suchen. Wir müssen im Bäumchen das andere sehen: die Figur, die die Auferstehung predigt. Am Betrachter liegt es zu sehen, was uns diese Darstellung für unseren Glauben sagen will.“

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Josef Elter wird am 8.Oktober 1926 in Kernei geboren, einem Ort in der Batschka, den Maria Theresia 1765 mit Schwaben besiedeln läßt und der noch 1944 von rund 6300 Donauschwaben bewohnt ist. 1939 tritt Josef Elter in das Jesuitengymnasium in Travnik ein, wo Serbokroatisch die Unterrichtssprache ist. Drei Jahre lang besucht er das Gymnasium in Subotica. 1944 wird er in die deutsche Wehrmacht einberufen. Er gerät in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wird. Elter maturiert ein zweites Mal am Benediktinergymnasium Seitenstetten, wobei er Kunst als Hauptfach wählt. Anschließend studiert er in Sankt Pölten Philosophie und Theologie. Seine Primiz feiert Elter 1954 in Neuhofen an der Ybbs, anschließend eine Nachprimiz in Kernei. Als Kaplan wirkt er in Gastern und Dobersberg (Nördliches Waldviertel), am 1. September 1957 wird er Provisor, am 16. Juni 1958 Pfarrer in Bad Traunstein. Mit 1.September 1996 tritt Elter in den Ruhestand. Am 28.Jänner 1997 stirbt er in Zwettl.


Im Jahre 2015 muss die Kapelle einer Hotelerweiterung weichen.

Kapellenabriss

Kapellenabriss


Sie wird 2016 neu errichtet.

Kapellen Neubau




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