Kapelle Niederplöttbach (48.628534, 15.264409)

Kapelle Niederplöttbach

Gemeinde Pölla
Niederplöttbach

Die Kapelle von Niederplöttbach, heute auf dem Gebiet der Windhag’schen Stipendienstiftung gelegen, steht auf einer Anhöhe über dem Dorf.

Die Kapelle wird Anfang des 19. Jahrhunderts als reiner Steinbau errichtet und besitzt an den Längsseiten je zwei spitzbogige Fenster, ein Schindelsatteldach und einen quadratischen Dachreiter aus Holz mit spitzem Blechhelm. Auf dem barocken Altar befanden sich eine bemalte Holzgruppe der Pietà, der Dreifaltigkeit und weitere kleinere Statuen.

Heute ist der Ort, am Südrand des Truppenübungsplatzes gelegen, geteilt: südlich der Straße von Döllersheim nach Niederplöttbach befindet sich die Windhag’sche Stipendienstiftung, nördlich davon ist Tüpl-Gebiet. Die Ruinen des halben Ortes sind seit den späten 50er Jahren von den Wassern des Stausees Ottenstein bedeckt.

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach

48.628534, 15.264409_4

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach


Die Kapellenruine erhält 1991 von der Windhag’schen Stipendienstiftung ein Notdach, Fenster und Türe sind mit Brettern vernagelt.

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach 1995


Der Ort Niederplöttbach lag in einer Talsenke des Plöttbaches, der den Dorfanger durchschnitt und in der Nähe des Dorfes in den Kamp mündete. Vom benachbarten Kühbach war das Dorf durch einen Höhenzug getrennt. Zur Zeit der Entsiedlung war Niederplöttbach mit 48 Häusern eine eigene Gemeinde, die zum Pfarrsprengel Döllersheim gehörte.

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach

Kapelle Niederplöttbach


Im Jahre 1266 erhielt das Kloster Zwettl von Elisabeth von Maissau zwei Huben in inferiori Pletbach als Schenkung. 1294 verkaufte Osanna, die Witwe des Ulrich von Tumbratz dem Abt Ebro von Zwettl zwei Burgrechtslehen in Pletbach. Um 1311 vermerkt das Zwettler Rentenbuch acht bestiftete und acht öde Lehen zu Nidernpleppach samt dem Dorfrecht, ein Feld diente dem Stiftsspital. 1665 zählte der Ort 75 Einwohner.


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