Heiliger Felix von Cantalice (48.722252, 15.087578)

Heiliger Felix von Cantalice

Gemeinde Kirchberg am Walde
Kirchberg am Walde

Beim Zugang zum Schloss Kirchberg steht am Stiegenaufgang zur Schlosskapelle die Figur des Heiligen Felix von Cantalice.

Die Figur steht auf einem mächtigen im Querschnitt quadratischen Sockel. Stifter dürfte die Familie Kuefstein im Jahre 1733 gewesen sein.

Der Heilige trägt den üblichen Sack über der Schulter und gibt dem Kind, das zu seinen Füßen kniet, einen kleinen Laib Brot.

Der Heilige Felix wird 1515 in Cantalice in Umbrien (nördlich von Rom) als Sohn armer Bauersleute geboren. 1543 trat er als Laienbruder in den Kapuzinerorden ein und war dann durch 40 Jahre in Rom als Almosensammler tätig. Wegen seiner Freundlichkeit und seines ständigen Dankeswortes „Vergelt’s Gott“ wurde er „Bruder Deogratias“ genannt. Er starb 1587 in Rom. 1712 wurde er heilig gesprochen. Er wird meist als Kapuziner dargestellt, der einen Bettelsack und den Rosenkranz oder das Jesuskind trägt. Sein Namenstag ist der 18.Mai.


Heiliger Felix von Cantalice

Heiliger Felix von Cantalice

Heiliger Felix von Cantalice

Heiliger Felix von Cantalice

Heiliger Felix von Cantalice

Heiliger Felix von Cantalice


Zum Schloss:

Die erstmals 1136 genannte, ursprünglich wehrhafte Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem prächtigen Barockschloss ausgebaut. Das Schloss überstand 1619 eine Belagerung durch ungarisch-polnische Truppen, später eine Inbrandsetzung durch böhmische Rebellen und erlebte das Aufwachsen des späteren Kardinals Leopold Graf Kollonitsch, der sich in Folge 1683 bei der Wiener Türkenbelagerung große Verdienste erwarb.

Die Glanzzeit des Hauses lag in der Zeit ab 1836, als der französische Hofminister Herzog Pierre de Blacas d´Aulps das Schloss samt Waldungen, Tierpark und Teichwirtschaft als königliche Bourbonen-Sommerresidenz ausstattete und es dem emigrierten Bourbonenkönig Karl X., der schon ab 1833 mehrmals Jagdgast der Schlossherren von Kirchberg war, zur Verfügung stellte.

Kirchberg entwickelte sich in diesen Monaten zum Wallfahrtsort für französische Monarchisten und war durch Audienzen, Jagdausflüge, Soireen und Spaziergänge des französischen und österreichischen Adels geprägt. Im Oktober verließ Karl X. Kirchberg Richtung Görz, wo er im November 1836 verstarb.

Herzog Stanislaus de Blacas d´Aulps verkaufte das Schloss 1869 an den Industriellen Anton Fischer Ritter von Ankern. Dessen Nachkommen, die Familie Fischer-Ankern, sind bis heute im Besitz des Schlosses, das als Unternehmenssitz der Fischer-Ankern’schen Guts- und Forstverwaltung dient. Die gut erhaltene Anlage ist bewohnt und daher öffentlich nicht zugänglich.


Zum Thema – Die Statuen des Heiligen Felix von Cantalice im Waldviertel.




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