Heiliger Donatus (48.777825, 15.079938)

Heiliger Donatus

 
 

An der Straßenkreuzung Ehrenhöbarten 9 steht die Figur des Heiligen Donatus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.


Heiliger Donatus

Die Sandsteinfigur steht auf einem quaderförmigen Sockel und ist durch ein Blechdach geschützt.


Heiliger Donatus
Heiliger Donatus

Donatus von Münstereifel

Die Reliquien eines Unbekannten wurden 1646 in den Katakomben an Sant’Agnese fuori le mura in Rom gefunden. Auf dem Grab wurden sie als „vom heiligen Märtyrer Donatus“ beschrieben.
Der Legende zufolge wurde Donatus gegen Ende des 2. Jahrhunderts in Rom geboren, sein Vater hieß demnach Faustus, seine Mutter Flaminia. In der römischen Armee war er Anführer einer Legion, die in einer Schlacht gegen die Germanen umzingelt wurde. Die Lage verschlechterte sich von Tag zu Tag, das Trinkwasser wurde knapp, die Römer beteten zu ihren Göttern, doch nichts geschah. Schließlich betete Donatus als überzeugter Christ zu Gott, worauf es anfing zu regnen; die Germanen wurden durch Sturm und Gewitter davongejagt, die Römer kehrten siegreich heim. Donatus dankte Gott und versprach, in Zukunft nur ihm zu dienen und niemals zu heiraten; der Kaiser machte ihn zum Kommandanten seiner Leibwache. Schließlich sollte Donatus die Enkelin des Kaisers, Alexandria, heiraten, was er auf Grund seines Gelübdes verweigerte. Er wurde deshalb als Christ entlarvt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Die Reliquien kamen 1652 als Schenkung an das Jesuitenkolleg von Münstereifel. Strömender Regen verwandelte sich beim Herannahen in strahlenden Sonnenschein. In der Martinskirche in Euskirchen wurde am Tag der Überführung eine Messe gelesen, der Blitz schlug in die Kirche ein und verletzte den Priester schwer. Er bat Donatus um Hilfe und wurde völlig geheilt.
Donatus gilt seither als Wetterheiliger und in der Gegend um Köln und in der Eifel als Angehöriger der „Legio fulminata“, der „Blitzbekämpfer“. Häufig verehrt wird er auch in Niederösterreich.


Das Denkmal wird in der Zeit zwischen 1925 und 1932 als Aquarell festgehalten.
 
 
Mehr dazu unter „Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat“.




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