Glockenturm (48.562827, 14.896471)

Glockenturm

Gemeinde Langschlag
Kehrbach

Gegenüber des Hauses Kehrbach Nr.14 steht zwischen zwei Bäumen der hölzerne Glockenturm.

Der im Grundriss quadratische Bau hat auf der Vorderseite eine Holztür mit Glasausschnitten, darüber im oberen Bereich an jeder Seite ein rechteckiges Lamellenfenster und ein mehrfach geknicktes Pyramidendach aus Blech mit einem Eisenkreuz an der Spitze.

Der Holzturm umschließt einen gemauerten und im Querschnitt rechteckigen Bildstock mit einem doppelflügeligen Fenster auf der Türseite. Er hat kein Satteldach und ist etwas schmäler, sodass man den Turm betreten kann. In der Nische des Bildstocks befinden sich zahlreiche Heiligenbilder und Votivbeigaben.

Jahreszahlen und sonstige Hinweise sind nicht vorhanden.

Im Turm hängt eine Glocke, die elektrisch betrieben wird.

Im Heft „Religiöse Kleindenkmale im Gemeindegebiet Langschlag“ erfährt man Folgendes: Der Kapellenbildstock stammt vermutlich aus dem 18.Jahrhundert. Um 1900 wurde ein hölzerner Glockenturm aufgesetzt. Die Glocke musste im Jänner 1917 für Kriegszwecke abgeliefert werden. 1926 wurde eine, seit 1917 in der Pfarrkirche Langschlag in Verwendung stehende Notglocke, für den Glockenturm zur Verfügung gestellt. Die Glocke wurde in Langschlag jeweils um 12 Uhr geläutet und daher als „12 Uhr Glocke“ bezeichnet. Die Tragik der Geschichte brachte es mit sich, dass die Glocke während des 2.Weltkrieges bis 9.5.1948 noch einmal als Notglocke in der Pfarrkirche gebraucht wurde. Seither läutet sie wieder in Kehrbach.


Glockenturm

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