Gedenkstein (48.510383, 15.376610)

Gedenkstein

Gemeinde Lichtenau
Obergrünbach

Auf der rechten Straßenseite von Obergrünbach nach Lichtenau steht ein Gedenkstein im Wald.

Auf einem rechteckigen gemauerten Steinsockel steht ein aus einem behauenen Stein gestaltetes Denkmal mit quaderförmigem Sockel und nach oben zu einer stumpfen Spitze zusammenlaufend. In einer flachen rundbogenförmigen Nische befindet sich eine genau so große Inschrifttafel mit folgendem Text: „Hier verunglückte Josef Neumeister aus Mitter Reith am 3. August 1908. Um ein Vaterunser wird gebeten.“

An dieser Stelle verunglückt der Bauernsohn Josef Neumeister aus Mitterreith tödlich. Er wird von Weinfässern erdrückt, als das Pferdegespann in den Graben fährt. Familie Neumeister lässt zur Erinnerung bald darauf das Denkmal errichten. Der Gedenkstein wird im Jahre 1985 von Konrad Pernleitner aus Obergrünbach 14 renoviert und instandgesetzt, nachdem das Kleindenkmal durch einen Unfall beschädigt wird.

Die Zeitung Österreichische Presse schreibt am 8. August 1908: „Ober-Grünbach. (Von einem Weinfaß erdrückt.) Der 28 Jahre alte Bauerssohn Josef Neumeister aus Mitterreith (Bezirk Zwettl), wurde am 3 d. M. nachts von den Knechten des Leopold Dallier aus Rastenfeld und des Johann Dallier aus Marbach neben seinem mit Wein schwer beladenen, umgestürzten Wagen, zirka 140 Meter von dem Hause des Straßeneinräumers Josef Bernleitner tot aufgefunden. Auf dem Rücken der Leiche lag ein mit 370 Liter gefülltes Weinfaß. Das Umstürzen des Weinfuhrwerkes dürfte dadurch erfolgt sein, daß Neumeister geschlafen hat und die Pferde den ins Rollen gekommenen, ungebremsten Wagen nicht mehr aufhalten konnten. Die Leiche des Verunglückten wurde nach Friedersbach bei Zwettl überführt.“


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