Galgenkreuz (48.599274, 15.180745)

Galgenkreuz

Gemeinde Zwettl NÖ
Zwettl

Auf der Höhe des Galgenberges, wo von der Galgenbergstraße die Straße nach Ratschenhof bzw. nach Koblhof abzweigt, steht in einem Feld zwischen Straße und EVN das Galgenkreuz.

Es handelt sich hier um einen massigen, im Grundriss quadratischen Pfeiler. Auf dem Unterbau aus Bruchsteinen, der unten achteckig ist und oben erst wieder quadratisch wird und verschieden große, leere Nischen aufweist, erhebt sich ein würfelförmiger, tabernakelartiger Oberbau aus Granitquadern, der wiederum auf zwei gegenüberliegenden Seiten zwei verschiedene, ebenso leere, Nischen hat. Auf den vier Seiten darüber sind vier Dreieckgiebel aus Bruchsteinen. Das so entstehende Kreuzdach ist mit quadratischen Ziegeln gedeckt. Es wird mit einem Steinkreuz abgeschlossen.

Es darf angenommen werden, dass an der Stelle dieses Kreuzes einst der Galgen steht, an dem die Zwettler Stadtrichter als Inhaber der Blutgerichtsbarkeit Todesurteile vollstrecken lässt. Nachdem 1781 unter Kaiser Joseph II. die Todesstrafe vorübergehend abgeschafft wird, werden auf kaiserlichen Befehl alle Richtstätten im Land beseitigt. Die letzte öffentliche Hinrichtung findet in Zwettl im Jahre 1836 statt. Ein Bauernbursch aus Niederstrahlbach, der einen Raubmord begangen hat, wird in der Nähe des ehemaligen Galgens gehenkt und auch begraben.


Detail

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Galgenkreuz

Galgenkreuz


1875

Galgenkreuz 1875





ZWalk – Wanderungen rund um Zwettl im Waldviertel
Zu finden auf unseren Wanderungen:
● Opfersteinweg 54 Teil 2

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