Eisenkreuz (48.777351, 14.996166‎)

Eisenkreuz

Gemeinde Gmünd
Grillenstein

Westlich vom Blockheideteich steht ein Eisenkreuz auf einem natürlichen Felsen.

Das Blechschild auf dem Kreuz ist nur zur Hälfte vorhanden. Man kann nur mehr einen Teil des Namens lesen „. . . öllrigl“.


Detail

Detail


Es steht ein Kreuz am Wiesengrund.

WENN DER HERRGOTT WEGSCHAUT

Man schrieb den 5. August 1957, als das Unglück geschah.

Rückblick: Großvater hatte einen älteren Bruder, Anton. Der zog verliebt und frisch verheiratet mit seiner Theresia in den „Oberort” von Grillenstein. Zum Anwesen der jungen Familie zählte auch jene Wiese, an deren Rand nun das Eisenkreuz steht. Mahd und Heuernte waren zu jener Zeit noch schwere Handarbeit und lebenswichtig, um die Tiere am Hof mit ausreichend Futtervorrat über den langen Winter zu bringen. Es kam einer Katastrophe gleich, wenn das Vieh notgedrungen wegen Futterknappheit geschlachtet oder verkauft werden mußte. Und so wurde auch im Sommer 1957 saftiges Gras geschnitten, tagsüber in der kräftigen Sonne ausgebreitet, nachts wegen starker Taubildung zusammengeschiebelt, und so oft gewendet, bis es zwei, drei Tage später fertig und trocken war. Nichts schlimmer, wenn ausgerechnet dann dunkle Gewitterwolken heranziehen, um das mühsam erzeugte Heu zu verderben. So auch an jenem Augusttag. Also rasch die Ochsen angespannt und fest aufs Feld gefahren, um noch so viel als möglich zu retten und heimzuholen, bis die ersten Tropfen fallen. Kaum war der Wagen hoch mit Heu bepackt, wurde zur Ladungssicherung wie üblich ein massiver Holztremel, der Wischbam, längs über das Fuhrwerk gezogen und mit Stricken festangespannt. Rasch, rasch, das Unwetter ist gleich da! Holz splittert, ein Strick reißt. Der schwere Tremel schnellt nach hinten und trifft Theresia mit voller Wucht am Kopf …

Familie Schwingenschlögl vom Heidehof.


Größere Karte anzeigen


ZWalk – Wanderungen rund um Zwettl im WaldviertelZu finden auf unseren Wanderungen:
● MYTHOlogieTOUR


Hinterlasse einen Kommentar

*

code