Einsiedelkapelle (48.478890, 14.925199)

Einsiedelkapelle

Gemeinde Arbesbach
Schönfeld

Neben dem Haus Schönfeld Nr.17 steht die Einsiedelkapelle.

Die Einsiedelkapelle oder auch Kreuzstöckl genannt ist seit etwa 1750 eine Wallfahrtstätte „ZUM GEGEISSELTEN HEILAND AUF DER WIES“.

Der Name Einsiedelkapelle ist nicht ganz eindeutig. Steht auf einer Gedenktafel und einer Beschreibung neben der Kapelle der Name „Einsiedelkapelle“, so findet man in den Wanderkarten und auf der Homepage der Gemeinde Arbesbach den Namen „Einsiedlerkapelle“. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Einsiedlhof.

Der im Querschnitt rechteckige Bau, mit angeschlossener eckiger Apsis, hat ein mit Eternit gedecktes Satteldach und eine etwas höhere Giebelmauer an der Vorderseite. Gleich dahinter erhebt sich ein mit Eternitschindeln verkleideter Turm mit mehrfachem Zwiebeldach und Kreuz.

Die gegliederte Giebelmauer hat einen steinumrandeten rechteckigen Eingang. Darüber befinden sich eine Nische mit einer kleinen Marienstatue und ein rundes Relief mit dem Auge Gottes.

Der Andachtsraum ist mit schlichten Holzbänken und einem Kreuzweg eingerichtet. Ein Eisengitter verschließt die dahinter liegende Nische und beherbergt einen Altar und mehrere kleine und große Statuen.


Einsiedelkapelle

Einsiedelkapelle

Einsiedelkapelle

Einsiedelkapelle


Im Buch Ortskunde von Arbesbach von Johann Bauer kann man Folgendes lesen:

Johann Winkler, Besitzer des Radpichlerhofes (jetzt: Rappichler) zu Schwarzau (Anmerkung: Das ist das Gebiet zwischen Purrath und Dietrichsbach südwestlich von Arbesbach), ein eifriger Beter und sittenstrenger Mann, sah sich beim Einsiedlerholz (= Wald hinter der Kapelle) auf seinem Heimgang vom pfarrlichen Gottesdienste stets wie von einer Mauer aufgehalten. Da fasste er den Entschluss, an jener Stelle ein „Kreuzstöcklein“ erbauen zu lassen. Er führte diesen seinen gottseligen Entschluss durch und hatte fürderhin Ruhe.

Mit zwei anderen Männern, Wallfahrern wie er, kaufte er alsbald in Steingaden in Oberbayern, Holzstatuen des gegeißelten Heilands, welche nach dem Muster des Standbildes in der nahe gelegenen Wallfahrtskapelle „auf der Wies“ gearbeitet waren.

Doch beim Einschiffen in Regensburg oder Passau brach von der dem Winkler „eigenthümlichen“ Statue ein Arm ab, fiel ins Wasser und schien verloren. Doch siehe, als das Schiff endlich – die Donau hatte Hochwasser – in Mauthausen landete, da schwamm auch der Arm daher. Freudig „bestürzt“ brachte ihn Winkler mit der Bruchstelle in Berührung – und der Arm hielt fest. Bei der Übertragung der Statue ins „Kreuzstöckl“ trug man derselben einen Blinden entgegen und dieser erlangte wieder sein Augenlicht. Viele wunderbare Heilungen folgten der Ersten.


2014 werden neue Bäume gepflanzt.

Einsiedelkapelle

Einsiedelkapelle


Aufnahme aus dem Jahr 1937. Imposant wirken die Straßenbegrenzungssteine und in dieser Zeit war die Fahrbahn auch noch sandig!

Einsiedelkapelle


Ulf Stülpnagel berichtet:
Es heißt, bei der letzten Renovierung in den 1970er Jahren wurden auf dem Dachboden der Kapelle viele Gehhilfen, Krücken, etc. gefunden, die die geheilten Wallfahrer dort zurückgelassen haben.
Am 16.8.1980 wurde in der Kapelle zum ersten und bis heute auch einzigen Mal eine Hochzeit von Pfarrer Hans Lueger zelebriert für Gertrud & Ulf Stülpnagel.



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