Bildstock (48.675890, 15.292829)

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Östlich von der verfallenen Ortschaft Mannshalm steht ein gemauerter Bildstock.


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Der im Querschnitt etwa quadratische Pfeiler hat einen gut ersichtlichen Sockel. Die vorderen Kanten sind rund verputzt, die hinteren Ecken weisen breite Fasen auf. Der Tabernakel mit Satteldach hat auf zwei Seiten rechteckige Nischen.


Das Denkmal wird in der Zeit zwischen 1925 und 1932 als Zeichnung festgehalten.
Mehr dazu unter „Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat“.



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Zur Geschichte des Ortes MANNSHALM

Das einige Kilometer südwestlich von Allentsteig gelegene und aus 26 Häusern bestehende Straßendorf Mannshalm gehörte zur Gemeinde Schlagles und zur Pfarre Groß-Poppen. Das Landgericht über den Ort hatte die Herrschaft Allentsteig inne, die Grundherrschaft Stift Zwettl bzw. die Pfarre Alt-Pölla. Mannshalm ist ein sehr alter Ort, der bereits 1150 in dem Tauschvertrag zwischen Bischof Konrad von Passau und Heinrich von Kamegg als Anshalmes genannt wird. Vor 1266 kaufte hier das Stift Zwettl von Hadmar von Lichtenfels zwei Güter, 1325 besaß das Kloster in Mannshalm bereits zehn Lehen. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts stiftete Hans von Polan, Forstmeister in Gföhl, für den Katharinenaltar in Neu-Pölla Teile seines Besitzes in Manßhalben.

Das Dorf hat im Lauf seiner Geschichte einiges mitmachen müssen. Nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges, 1619, wurde Mannshalm völlig zerstört, ein zweites Mal 1645, als die Schweden 13 von 20 Häusern niederbrannten. Dennoch zählte das Dorf zwei Jahrzehnte später 68 Einwohner.

Mannshalm

Ausgesiedelt ursprünglich geplant bis 1. Oktober 1939, nachträglich aber auf 1. April 1939 vorverlegt.

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