Bildstock (48.593300, 15.335600)

Bildstock

 
 

Noch mindestens bis zum Jahre 1911 steht an der Kampbrücke südlich des Schlosses Ottenstein ein Bildstock mit Bauinschrift.


Bildstock

Im Zuge der Errichtung des Speicherkraftwerks Ottenstein bzw. des Neubaus der heutigen Kampbrücke 1955 wird er vermutlich zerstört.

Der Bildstock hat einen prismatischen Schaft mit herzförmiger Inschrifttafel und einen aufgesetzten hochrechteckigen Tabernakel mit Relief des Gekreuzigten.

Die Inschrift lautet: „Gott zu Lob hat Herr Sigmundt von Lamberg Freiherr dise Prucken machen lassen im 1617“.

Sigmund von Lamberg zu Ottenstein und Ortenegg (geb. 1536 oder 1539), Sohn des Kaspar von Lamberg, fungierte zunächst um 1563 als fürstlich-salzburgischer Rat und trat danach als Kämmerer und Hofrat (1564) in kaiserliche Dienste, behielt jedoch die Funktion als Pfleger von Tittmoning bei. 1592 wurde er NÖ Landmarschall und Landobrist, 1596 wirklicher Geheimer Rat. 1616 übertrug er die Herrschaft Ottenstein, die er seit 1580 innehatte, aus Altersgründen seinem Sohn Georg Adam. Aus der 1560 geschlossenen Ehe mit Siguna Eleonora Fugger (gest. 1576) stammten fünf Söhne und acht Töchter. Aus zweiter Ehe mit Anna Maria von Meggau (gest. 1599) gingen weitere sieben Söhne und zwei Töchter hervor. 1619 starb Sigmund auf der Flucht vor den sich ausweitenden böhmischen Unruhen in Graz, bestattet wurde er in Salzburg. Aus Streitigkeiten zwischen den Erben Sigmunds ging erst 1637 der aus zweiter Ehe stammende Hans Albrecht von Lamberg, 1627 wirklicher Kämmerer Ferdinands II., vormaliger Hauptmann von Raab und Oberstleutnant der Wiener Stadt-Guardia, 1645 Hofkriegsrat, Oberstleutnant und Stadtkommandant von Graz, als unumstrittener Inhaber von Ottenstein und Stockern hervor. Er war in erster Ehe mit Margarete von Heißberg, in zweiter mit Maximiliana Barbara (nach anderen Quellen Anna Katharina), der Tochter des Hans Jakob von Kuenburg und der Sabina Pöll, schließlich 1630 mit Elisabeth Schifer von Freiling verheiratet und starb 1650 in Wien.


Das Denkmal wird in der Zeit zwischen 1925 und 1932 als Zeichnung festgehalten.
Mehr dazu unter „Religiöse Kleinkunst im Postkartenformat“.



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