Bildstock (48.591008, 14.898374)

Bildstock

Gemeinde Langschlag
Kogschlag

Neben dem Haus Kogschlag Nr.1 steht ein gemauerter Bildstock.

Der im Grundriss quadratische Bau hat ein Pyramidendach aus Blech, das mit einem Eisenkreuz gekrönt ist. In der quadratischen Nische, die mit einem Fenster verschlossen ist, befindet sich eine Statue der Heiligen Theresia.

Thérèse von Lisieux (* 2. Januar 1873 in Alençon, Frankreich; † 30. September 1897 in Lisieux, Frankreich) war Nonne im Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen. Sie wurde 1925 von Pius XI. heiliggesprochen und 1997 von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben.

Jahreszahlen und sonstige Hinweise sind nicht vorhanden.

Im Heft „Religiöse Kleindenkmale im Gemeindegebiet Langschlag“ erfährt man Folgendes:
Im Jahre 1919 wird von den Dorfbewohnern in Mariazell eine Marienstatue für den Bildstock gekauft und zu Fuß heimgetragen. Eine Statue „Die kleine Theresia“ ist ursprünglich in der Kapelle der Villa „Fabrik Kehrbach“. Der Fabrikbesitzer Herr Sevan hat die Kapelle 1939 aufgelöst und die Statue im Pfarrhof abgegeben. Pfarrer Josef Berger hat sie für den Bildstock in Kogschlag zur Verfügung gestellt und im Mai 1939 geweiht.
Hier war bis ca. 1960 Ausgangspunkt für das Feldbeten, von Anfang Mai bis zum Beginn der Roggenernte ca. Anfang August. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen wurde jeweils um 20:30 Uhr, am Ostersonntag und Pfingstsonntag jeweils um 4 Uhr gebetet. Zur Einladung wurde zehn Minuten vor Gebetsbeginn mit einem alten Horn geblasen.
Folgende zwei Gelöbnisse der Bevölkerung sind überliefert, eine Verbindung mit dem Bildstock ist nicht bekannt, aber durchaus möglich:
Kogschlag und Stierberg haben versprochen, an Samstagen ab 13 Uhr keine Feldarbeit mehr zu leisten.
In Kogschlag wurde vor einigen hundert Jahren nach wiederholten schweren Hagelwettern gelobt, an Freitagen keinen Mist auszuführen.


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