Bildstock (48.587629, 14.866567)

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Nordwestlich von Langschlag, an der Straße nach Bruderndorf, steht ein steinerner Bildstock.


Der achtseitige Pfeiler ist aus wuchtigen Steinquadern errichtet. Zwei Reihen, die im Durchmesser etwas größer sind, bilden den Sockel. Die zweite Reihe der Steine ist oben schräg bearbeitet. Darauf folgen vier Reihen zu je zwei Steinen, wobei die oberste Reihe in eine quadratische Form übergeht. Der Tabernakel ist aus drei verschieden großen Steinquadern zusammengesetzt und mit einem unbehauenen Deckstein abgeschlossen. In der Nische befindet sich eine kleine Statue Marias mit dem Kind.

Jahreszahlen oder sonstige Hinweise sind nicht vorhanden.

Im Heft „Religiöse Kleindenkmale im Gemeindegebiet Langschlag“ erfährt man Folgendes: Der Flurname lautet Gfeng.

Dazu gibt es zwei Legenden:
Laut Gemeindechronik von Bruderndorf soll in den Franzosenkriegen (1792-1809) an drei Bildstock Standorten je ein Soldat gestanden sein, die sich gegenseitig erschossen haben. Wahrscheinlicher ist, dass die drei Soldaten, vielleicht mit den eigenen Waffen, ermordet wurden.
Eine andere Legende besagt, dass sich drei Brüder im 30-jährigen Krieg in einer früher üblichen Krautgrube versteckt, und dadurch überlebt haben. Ein Zusammenhang mit den drei Bildstöcken ist nicht überliefert, wird aber für möglich gehalten. In diesem Gebiet waren 1645 bis 1648 schwere Verwüstungen zu verzeichnen.

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