Bildstock (48.585852, 14.869113)

Bildstock

Gemeinde Langschlag
Langschlag

Nordwestlich von Langschlag, an der Straße nach Bruderndorf, steht ein steinerner Bildstock.

Die im Querschnitt quadratische Säule hat einen würfelförmigen Fußblock und breite Fasen. Auf dieser steht ein Tabernakel mit rundbogenförmigem Dach und zwei flachen rundbogenförmigen Nischen. In den Nischen befinden sich Bilder von der Grablegung und der Auferstehung Christi.

Jahreszahlen und sonstige Hinweise sind nicht vorhanden.

Im Heft „Religiöse Kleindenkmale im Gemeindegebiet Langschlag“ erfährt man Folgendes:
Der Bildstock stand früher am alten Weg von Bruderndorf nach Langschlag. 1974 wurde er in den Friedhof, 1999 in der Nähe des ursprünglichen Standortes versetzt.
Dazu gibt es zwei Legenden:
Laut Gemeindechronik von Bruderndorf soll in den Franzosenkriegen (1792-1809) an drei Bildstock Standorten je ein Soldat gestanden sein, die sich gegenseitig erschossen haben. Wahrscheinlicher ist, dass die drei Soldaten, vielleicht mit den eigenen Waffen, ermordet wurden.
Eine andere Legende besagt, dass sich drei Brüder im 30-jährigen Krieg in einer früher üblichen Krautgrube versteckt, und dadurch überlebt haben. Ein Zusammenhang mit den drei Bildstöcken ist nicht überliefert, wird aber für möglich gehalten. In diesem Gebiet waren 1645 bis 1648 schwere Verwüstungen zu verzeichnen.


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