Bildstock (48.539888, 15.051087)

Bildstock

Gemeinde Rappottenstein
Kirchbach

An der nördlichen Ortseinfahrt von Kirchbach steht unmittelbar neben der Brücke über den Etzenbach ein großer gemauerter Bildstock in der Form eines Marterls.

Der im Querschnitt quadratische Bau hat keinen Sockel und auf der Rückseite eine Apsis. Die Seitenwände gehen nahtlos in den Bogen der Apsis über. Gedeckt ist der Bau mit Ziegeln. Die rechteckige große Öffnung an der Vorderseite ist nicht verschlossen. An der Rückseite des Innenraumes befindet sich ein gemauerter Altar. Links und rechts gibt es eine rundbogenförmige leere Nische. Über dem Altar hängt ein Bild vom Erzengel Michael.

Michael war nach der Überlieferung der Engel mit dem Schwert, der Adam und Eva aus dem Paradies trieb und den Lebensbaum bewachte. In den Darstellungen der Johannes-Offenbarung erfüllt Michael seine besondere Aufgabe beim Jüngsten Gericht: seine Posaune erweckt die Toten aus den Gräbern, er befreit die „Frau mit dem Kinde“ und tötet im endzeitlichen Kampf – gerüstet und mit großen Flügeln – den Drachen zu seinen Füßen.

Es ist schon sehr alt, doch kann Familie Prichenfried, der das Marterl gehört und es auch betreut, keine genaue Angaben dazu machen.

Beim Fronleichnamsumzug wird dieses Marterl, das auch Johannesmarterl genannt wird, als Altar verwendet. Die wertvolle holzgeschnitzte Johannesstatue wird von Familie Prichenfried aber nur zu festlichen Anlässen im Marterl ausgestellt, da im Jahre 1954 bereits zwei schöne Barockengel aus dem Marterl gestohlen wurden.


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